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TOTEMPHONIA STUDIO BERLIN

GENERATIVE ECOACOUSTIC MODULAR SOUNDSCAPE

GEMS bezeichnet ein klangkünstlerisches Soundscape, indem eine ökoakustische Aufnahme durch ein musikalisches Echo ergänzt wird. Ausgangspunkt ist ein Field Recording. Diese Aufnahme wird von einem speziell entwickelten Modular Synthesizer Rack zu einer ökoakustischen Sonifikation verarbeitet. Dabei wird die Aufnahme spektral zerlegt, analysiert und erkannte Impulse in präzise Triggergesten umgewandelt. Auf diese Weise werden Rhythmus und Harmonie der komplexen ökologischen Klangwelt gespiegelt. Es entsteht kein Soundtrack über die Natur, sondern ihr generatives Echo: ein Klangkörper, der die innere Logik des Habitats hörbar macht.

Das erste Werk “mono II” basiert auf einem Field Recording aus dem bolivianischen Amazonas. In der Morgendämmerung überlagern sich das gesprächige Klackern einer Gruppe Kapuzineraffen und die tiefen, dunklen Resonanzen der Roten Brüllaffen. Darüber zeichnen zahlreiche Tropenvögel, unter ihnen beispielsweise Oropendolas und Aras, ein Spektrum aus feinen Gesängen, hellen Rufen und lebhaftem Schnattern.
Das zweite GEMS-Werk "tatacoa II" wurde in der kolumbianischen Tatacoa Wüste aufgenommen. Hier sind zum Sonnenaufgang laustarke Kolumbiensittiche, summende Insekten und ab und zu brummende Motorräder zu hören.
"Sandstein ii" basiert auf einer Aufnahme aus dem Elbsandsteingebirge, welche deutlich ruhiger und simpler ist als die ersten beiden GEMS-Werke. Der starke Wind bringt die frühherbstlichen Baumkronen zum rascheln und die Laubbäume im Wald bedächtig zum knarren.

GEMS tritt mit der natürlichen Klangumgebung in Resonanz und versteht das Ökosystem als Komponistin.

Klangstein